Am 8. September hat die Segelsektion des Sportclubs Austrian Airlines auf unserem Clubgelände mit Hilfe eines YCP- Wettfahrtsteams unter der souveränen Leitung von Wolfgang Hahofer eine internationale Regatta mit befreundeten Airlines durchgeführt.
Es war trotz des unbeständigen Wetters ein schönes Ereignis, der beiliegende Bericht des AUA-Reporters sagt alles!


„Yardstick“ 2007

Die Segelsektion des SC Austrian schafft zwar seit Jahren keine „echte“ Yardstick, d.h. eine Wettfahrt verschiedener Bootsklassen, dafür aber wird unter diesem Titel eine freundschaftliche Wettfahrtserie auf dem Neusiedlersee mit Beteiligung befreundeter internationaler Airlines durchgeführt.
Dieses Jahr kamen die Gäste von EL AL aus Israel und von United Airlines (aus Chicago und San Francisco) und die Rennen wurden vor Podersdorf durchgeführt.
Der langjährige „Gute Geist“ der „Yardstick“, Robert Murtinger, hat diesmal nicht nur in bewährter Weise die diversen Reservierungen (Hotel, etc.) gemacht, sondern auch erstmals seinen eigenen Club, den Yachtclub Podersdorf für die Durchführung gewonnen. Die interessanten Boote – Ixylon, eine ehemalige ostdeutsche Einheitsklasse mit zwei Schwertern – wurden von der befreundeten Segelschule Funsail bereitgestellt und der YCP hat uns großzügig Gastfreundschaft auf dem Clubgelände geschenkt.
Unsere Gäste – und auch wir - waren sehr beeindruckt von der schönen Clubanlage und der professionellen Durchführung der Veranstaltung, obwohl es die Verantwortlichen des Clubs aufgrund der Wetterlage wirklich nicht leicht hatten.

Die Vorhersage versprach sonnige Abschnitte und Wind mit zehn bis fünfzehn Knoten , Sonne gab es wenig, dafür aber Wind mit fünfzehn bis zwanzig Knoten und in den Boen noch deutlich mehr.
Das Los entschied über die Gruppe, die die Boote überstellen musste, darunter auch unser Alt-Commodore und oftmaliger Interner Meister Peter Schneider mit seiner Ehefrau und bewährten Vorschoterin Heidemarie. Die beiden sorgten für das erste Highlight, - mit trotz seines nicht mehr ganz jugendlichen Alters ungebrochener Dynamik und Einsatzfreude steuerte Peter Schneider sein Boot mit maximaler Geschwindigkeit bis vor die Hafeneinfahrt, wo er dann mitten in einer Halse (!) von einer starken Böe getroffen wurde und spektakulär baden ging. Sichtlich von seinem Boot enttäuscht, verzichtete er aufs Aufstellen bzw. eine Weiterfahrt und schleppte das Boot „zu Fuß“ zum Steg. Dabei half ihm und seiner Frau der heldenhafte Walter Szabo, der sofort ins Wasser sprang und von allen bewundert wurde, bis es sich herumsprach, dass er in einem „Überdrüber-Trockenanzug“ steckte und es somit auch im weiteren Verlauf der Wettfahrtserie als einziger immer trocken, warm und gemütlich hatte.

Davon konnten die anderen nur träumen, bis auf zwei Besatzungen schwammen oder marschierten alle Segler im kalten Neusiedlersee-Wasser, Philip Machat und Robert Bekker nach einem Auflaufen auf eine Sandbank, von der sie das Boot gegen den starken Wind mühsam wieder in offenes Wasser ziehen mussten, Walter Szabo als Steuermann nach einer Rolle rückwärts aus dem Boot, allerdings ohne die Großschot loszulassen und weiter trocken (s.o.) , die anderen mehr oder minder spektakulär nach „normalen“ Kenterungen. Aber alle machten ihrer Boote wieder flott und fuhren weiter. Philip Machat kam im letzten Rennen zwar ohne Vorschoter Robert Bekker ins Ziel, der – weil ohnehin schon im Wasser - mit Billigung der Rennleitung beim Aufstellen eines gekenterten Bootes half.

Hervorzuheben noch die souveränen Siege von Arno Dörflinger mit Regina Keimelmayr für OS, und Danny Levit mit Ruven Varburg für LY, sowie Florian Bekker (unser Benjamin) , der gemeinsam mit Werner Baar ein furchtloses Starkwindrennen fuhr.
Walter Kern bewies seine Routine, als er als Verstärker für EL AL nicht kenterte.
Eine Randepisode, die zum Nachdenken anregt: Ein (nachlässig vertäutes ?) Boot machte sich selbständig, drehte einige wunderbare Pirouetten und legt danach wieder seidenweich (trotz starken Winds) am Steg an.

Theorie: Die Probleme entstehen eigentlich erst durch die Crews!!!
Bei der Siegerehrung erhielten Peter und Heidemarie als „Sonderpreis“ Antigrippin (Obstler), Hustenzuckerln, Süßes (falls noch sauer) und Ersatz für die verlorenen Kopfbedeckungen.
(Dieser Sonderpreis geht nur an ehemalige Commodores und auch nur dann, wenn sie als Erste kentern, was das Feld möglicher Nachahmer drastisch reduziert.)

Die anderen Sieger erhielten „nur“ Pokale in Form von traditionellen Steinkrügen.
Vielleicht schwer zu glauben, aber alle Teilnehmer (vielleicht bis auf Peter und Heidemarie) genossen den Kampf mit den Booten und den Elementen, nicht zuletzt deshalb, weil die Rennleitung souverän agierte und die Rettungsmannschaft in ihrem Motorboot (ebenfalls vom Yachtclub Podersdorf) immer zur Stelle war und notfalls Hilfe geleistet hätte.

Ein Dankeschön auch im Namen unserer internationalen Gäste an alle, die in die Vorbereitungen und die Durchführung der Veranstaltung eingebunden waren, besonders aber an Robert Murtinger, den Yachtclub Podersdorf und die Quartiergeber, Chauffeure, Verpfleger etc aus unserem Segelclub.

Ja, das Ergebnis, sehr erfreulich für uns aber fast im Hintergrund des Spaßes:
Austrian Airlines siegte vor EL AL und United!

Auf eine neue „Yardstick“ in 2008 , vermutlich mit British Airways, Lufthansa oder KLM.

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