Korfu maltaHallo liebe Segelfreunde!

Die KIRLEKING und ihr Skipper sind noch nicht verschollen, sondern durchpflügen noch immer frisch und munter die Ägäis...!


Wie berichtet bin ich am 14.4. in Korfu gestartet und am 13.5. in der Ankerbucht Koupho auf der Chalkidike eingetroffen. Diese in landschaftlich reizvoller Umgebung liegende große, weite und gut geschützte Bucht hat für mich leider an Reiz sehr verloren. Obwohl ich frei Anker geworfen habe, stört mich der im Bereich der Steinmole - hinter der sich einige Tavernen befinden - im Wasser angesammelte Abfall und der damit verbundene kloakenhafte Wassergeruch sowie der Lärm der Fischerboote die in der Nacht ihre Ladung löschen sehr. Ich glaubte zeitweise, mich in einem Industriehafen zu befinden...!

Reiseroute Erich Bichlbauer
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Am nächsten Tag fahre ich bei schönem Wetter in die ca.10 sm entfernte Stadt Nea Marmara (die Stadt heißt nicht wie in meinem 1.Bericht irrtümlich angeführt „Marmaris“).Mein Freund Dieter hat mir per Handy versichert, dass ich ohneweiters – kostenlos(!) – an dem schönen breiten, mit intakten Strom- und Wasseranschlüssen versehenen „Gemeindeschwimmsteg“ anlegen könne. Als ich dort ankomme passiert mir beim Anlegen ein Fehler der eines „segelnden Schildbürgers“ zur Ehre gereicht hätte. Bei leicht auflandigem Wind lasse ich vor dem Anlegen rasch mein an den Davits aufgehängtes Dingi ins Wasser und mache es an Steuerbord im vorderen Schiffsbereich fest. Darnach fahre ich im Retourgang zurück während ich gleichzeitig (vom Steuerstand aus) den Anker ausfahre - und „parke“ die KIRLEKING gekonnt zwischen 2 Boote ein. Ich mache schnell die Heckleinen fest und will (vom Steuerstand aus) die Ankerkette steif holen. Als diese nach Einholen von mehr als 20m Kette immer noch nicht steif kommt, gehe ich vor zum Bug und sehe die Bescherung...!Ich hatte das Dingi mit zu langer Leine festgemacht, sodass es beim Rückwärtsfahren unter den Bug geriet und ich den 34kg Anker samt etwa 80m ausgefahrener Kette (ca.200kg!) ins Heck des Dingis geladen hatte, dessen Freibord nun schon bedenklich im Wasser verschwindet...! Verstohlen schaue ich mich um ob irgendjemand meinen Schildbürgerstreich bemerkt hatte. Zum Glück ist um diese Zeit (1300h) jedoch noch „Siesta“ und daher weit und breit kein Mensch zusehen der mein stümperhaftes Manöver mitverfolgt haben könnte. Ich bereinige rasch die ganze Misere, lege nochmals ab und „parke die KIRLEKING wieder ein“.

Darnach wieß ich nicht so recht ob ich über mich lachen oder ärgern soll. Ich entscheide mich für ersteres und freue mich über den schönen ruhigen Platz der einen wunderbaren Panoramablick auf die vor mir liegende Stadt gewährt.

Bald darauf kommt Dieter mit seiner schweren „Kawasaki – Oldtimer Maschine“ direkt aus Saloniki. Nach herzlicher Begrüßung machen wir mit dieser eine Besichtigungstour in die nahe gelegene Marina Porto Carras, die jedoch derzeit eine einzige Baustelle ist. Ein reicher Grieche hat die Marina sowie das „nähere Hinterland“ erworben und man ist jetzt dabei hier eine umfangreiche „Wellness – Infrastruktur“ (inkl. Bungalows, Golfplatz, Hotelrestaurierung etc.) zu errichten. Auf dem Rückweg organisiert Dieter noch einen Tankwagen, der mich kurz darnach mittels eines ca. 100m langen Schlauchs mit Diesel versorgt.

Nach einem feudalen Fischessen bis 0200h früh in einem Strandrestaurant kommt Dieter nochmals gegen 1100h zu einem Brunch auf die KIRLEKING und fährt dann nach Saloniki zurück. Seiner Einladung ihn zu Hause, in der von Saloniki ca.100km westwärts gelegenen Stadt Skydra zu besuchen, muss ich jedoch aus Zeitgründen ablehnen. Anschließend besuche ich noch den immer an diesem Tag stattfindenden großen Markt und versorge mich v.a. mit frischem Gemüse.

Am Samstag den 16.5. breche ich wieder in Richtung S auf. Bei ruhigem Wetter will ich nochmals nach Skiathos - aber es sollte ganz anders kommen...! Etwa gegen Mittag – auf halbem Weg nach Skiathos – höre ich zu meiner größten Beunruhigung wie das eher dumpfe Blubbern des Motors plötzlich einen harten metallischen Klang annimmt. Ein Blick auf die Instrumente zeigt, dass die Motortemperatur bereits um 90°C liegt und ein kurzer Blick außenbords bestätigt, dass die Wasserkühlung ausgefallen ist. Ich stelle den Motor ab und lasse das Schiff auslaufen.

Ich überlege die möglichen Gründe für den Ausfall der Seewasser–(=Primär-)Kühlung. 1. Ursache - aber auf See eher unwahrscheinlich: Eine, z.B. durch eine Plastikfolie verlegte Ansaugöffnung. Dann als 2. Ursache natürlich ein beschädigter Impeller - ebenfalls unwahrscheinlich, da dieser Verschleißteil immer vor Antritt meiner Reise erneuert wird.

Um Punkt 1 zu überprüfen, fahre ich das Schiff nach dessen Stillstand kurz im Retourgang, da sich dann normalerweise ein während der Fahrt mitgenommener Plastikteil wieder löst und aufschwimmt. Doch wie erwartet: Fehlanzeige.

Also Werkzeug zur Hand und Impellerkontrolle – ebenfalls, wie erwartet – Fehlanzeige („leider“!).Nun wird meine schlimmste Vorahnung (ich hatte dasselbe Problem schon einmal vor 2 Jahren in Mirina auf Limnos) bestätigt, nämlich dass die Kupplung zwischen Motor und Impellerpumpe (=stegförmiger Mitnehmer, der in einen Schlitz am Gegenstück eingreift) verschlissen ist. Dies wurde damals in einer Werkstätte in Mirina durch eine Schweißreparatur behoben. Auf der Werft in Korfu wurden dann wieder Originalteile eingebaut...!

Nun ist es fraglich ob ich das mit Bordmitteln beheben kann. Deshalb überlege ich mir zu allererst wo ich – auch in der Finsternis – unter Segeln einlaufen könnte. Ein Blick auf die Karte zeigt mir, dass dazu nur die 20sm entfernte an der SW-Seite der fast unbewohnten Insel Pelagonisis gelegene Bucht in Frage kommt. Ich ändere den Kurs um fast 90° und trimme die Segel um bei dem schwachen Wind die KIRLEKING wenigstens steuerbar zu halten. Aber immerhin erreicht sie 3kn Fahrt...und ich bin damit zufrieden. In der Not wird man eben bescheiden!

Nun verkrieche ich mich in den Motorraum, baue die Impellerpumpe aus und begutachte dann die beiden abgenudelten Teile näher. Ich hab für solche Fälle 2 „Metallersatzmittel“ an Bord. Das eine ist „Durmetal“ (schweizer Fa.)-hat aber eine Aushärtezeit von ca. 6 Stunden und kommt deshalb nicht in Frage. Das andere ist „Presto-Haftstahl“ und hat eine Härtezeit von ca. 1 Stunde. Nach etwa 2 Stunden habe ich die Reparatur fertig und alles wieder eingebaut wobei ich zum schnelleren Aushärten den Generator starte um dafür meinen Haarföhn benützen zu können...! Während dieser Zeit hat der Wind sogar etwas zugelegt u. die KIRLEKING strebt mit 5kn der Insel zu. Wenn der Wind so anhalten würde, würde ich die Insel – auch ohne Motor - schon knapp nach Mitternacht erreichen – wenigstens eine positive Aussicht! Nun starte ich den Motor mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend. Die Kühlung funktioniert – aber nicht lange – nach ca. _ Stunde ist die Freude vorbei. Nun füge ich mich in mein Schicksal das mich zu 100% von Wind, Strömung und Wellen abhängig machen sollte – so wie eben die Seefahrer früherer Zeiten...!

Als ich gerade diesen Gedanken nachhänge, habe ich plötzlich eine Erleuchtung! - Hatte mir nicht Spiros, der Werftchef in Korfu, seinerzeit die in Mirina reparierten Teile (nach Einbau der Originalteile auf seiner Werft) in die Hand gedrückt und dies mit einem Lächeln: „You never know...!“-kommentiert? Natürlich war's so...! Ich habe die Teile sicher nicht weggeworfen! Wie ein Blitz sause ich in die Kajüte und durchstöberte mein „Klein-Ersatzteillager“. Fieberhaft durchwühle ich alles und werde auch nach kurzer Zeit fündig! Sauber verpackt in einem Nylonsäckchen finde ich die beiden, noch in relativ gutem Zustand befindlichen Teile.“ Ich Idiot – dass mir das nicht schon früher eingefallen war....!“

In knapp einer Stunde hab ich die Teile sorgfältig eingebaut und kann nun den Motor beruhigt starten. Es ist auch höchste Zeit, da der Wind inzwischen völlig abgeflaut ist und die KIRLEKING von einer unangenehmen Dünung hin- und hergerollt wird!

Nun würde ich die Insel schon um 2200 Uhr erreichen. Sorgfältig studiere ich die Einfahrt in die Bucht, der in westlicher Richtung die kleine Insel Pelerissa vorgelagert ist. Obwohl annähernd Vollmond ist, habe ich infolge der dichten Bewölkung mit keinerlei Sicht zu rechnen und muss mich deshalb zur Gänze dem GPS aber v.a. nat. dem Radar anvertrauen. Wohl hat die vorgelagerte Insel im SW ein Leuchtfeuer aber da ich die Insel im N passieren würde, stellt dieses für mich keine Hilfe dar – auch will ich den Umweg über die W-Seite nicht machen.

Ich erreiche die Durchfahrt zwischen Pelagonisis und Pelerissa kurz nach 2200 Uhr und es ist, wie vorhergesehen, bereits stockfinster. Sorgfältig steuerte ich mittels Radar senkrecht auf den kleinsten Abstand zwischen den beiden Inseln zu und fahre langsam - immer wieder den Radarschirm nachjustierend - in die vor mir liegende schwarze Wand in der sich die Durchfahrt befindet, hinein .Am Nachlassen der Dünung und des Brandungsgeräusches merkte ich, dass ich die Durchfahrt zwischen den beiden Inseln geschafft habe und bin dementsprechend erleichtert......! Dann geht's weiter ins Innere der tiefeinschneidenden Bucht, in die ich wegen eventuell ausgelegter Fischernetze nicht zu weit hineinfahren will und werfe deshalb schon bei 17m Tiefe meinen Anker.

Nach Abstellen des Motors ist es um mich herum totenstill. Bald darauf jedoch blitzt und donnert es und in der Ferne zieht ein offenbar schweres Gewitter vorbei. Ich bin heilfroh in dieser sicheren Bucht noch rechtzeitig Unterschlupf gefunden zu haben.

Nach diesem Erlebnis bin ich wieder voll Tatendrang und will – da ich nun schon einmal da bin - unbedingt auch die fjordähnlich tief einschneidende Bucht an der N-Seite der Insel erkunden. So besichtige ich am nächsten Tag auch diese eindrucksvolle Bucht, gehe dort ausgiebig baden und lerne – wieder einmal – ein älteres franz. Paar mit einer kleinen Yacht kennen (die Frau ist jedenfalls gebürtige Wienerin).

Am nächsten Tag will ich – möglichst unter Segel – nach Skiathos. Leider lässt der Wind bald nach dem Auslaufen nach und so laufe ich noch einmal in die S-Bucht der Insel. Da lerne ich eine polnische Besatzung einer Charteryacht kennen. Keiner von den sechs spricht auch nur ein paar Worte englisch und so haben sie wahrscheinlich auch nicht sehr viel von dem Navtex-Wetterbericht den ich ihnen überlasse. Wie sie wohl zu so einer Charteryacht gekommen sind?
Am Tag darauf ,den 19.5., bläst es kräftig aus NE und ich verlasse meinen Ankerplatz ohne Inbetriebnahme des Motors (ich starte zum Ankerausbrechen lediglich den Generator, um die Batterien nicht allzu sehr zu belasten).Nach flotter Fahrt umrunde ich die N-Spitze von Alonnisos und nehme Kurs auf die N-Spitze v. Skopelos um dann nach Skiathos abzulaufen. Leider schläft der Wind auf halbem Weg wieder einmal ein und so beschließe ich die Stadt Skopelos anzulaufen. Ich will unbedingt auch die ausgebauten Teile einer Schweißreparatur unterziehen um im Ernstfall wieder über einen brauchbaren Ersatz zu verfügen.

Man wird es mir kaum glauben aber in der Stadt Skopelos gibt es keine mech. Werkstätte - auch keine Fahrzeug-Werkstätte - wieder eine neue Erfahrung!

Am 20.5. beschließe ich kurzerhand wiederum die ca. 35sm entfernte Insel Skyros anzulaufen. Bei schwachem Wind aber rel. starker Dünung steuere ich die liebliche menschenleere Bucht Phoka an der W-Seite der Insel an. Den Hinweis in der Literatur, dass es dort schwierig zu ankern sei weil der Grund nach dem Strand rasch auf große Tiefe abfällt, kann ich nicht bestätigen, da ich noch in einem Abstand von gut 150m vom Ufer ca.10m Wassertiefe vorfinde.

Am nächsten Tag breche ich bei schönem Wetter zu der 55sm entfernten Ankerbucht Kastri an der SE-Küste v. Euböa auf. Etwa eine halbe Stunde darnach nähert sich mir das Küstenwachschiff v. Skyros (das ich bei meinem 1.Besuch im Hafen Lineas liegen sah) und fragt mich per Zuruf woher ich komme, wohin ich fahre, wie viel Personen an Bord seien usw.. Nach kurzer Zeit verabschieden sie sich und wünschen mir gute Reise.

Etwa 2 Stunden später nähert sich mir abermals ein vom Festland kommendes wesentlich größeres Patrouillenboot, stellt mir dieselben Fragen und man äußert den Wunsch an Bord zu kommen. Das Boot geht längsseits und ein Offizier der fließend englisch spricht, sowie 2 weitere Männer kommen an Bord. Sie durchsuchen das ganze Schiff offensichtlich nach weiteren Personen und kontrollieren sorgfältig meinen Pass, der dann auch noch zum Schiffskommandanten am Boot (wahrscheinlich zur Anfertigung einer Kopie) weitergereicht wird - nicht jedoch die Schiffspapiere! Der Offizier erteilt mir dann noch eine (in freundlichem Ton gehaltene) Rüge weil ich mich im letzten Hafen (Skopelos) nicht gemeldet hatte und geht dann wieder von Bord. Man war höflich und korrekt aber sehr bestimmt. „Einen versteckten Terroristen hatten sie bei mir jedoch nicht gefunden....“!

Nach der vom „Behördenstress“ geplagten Überfahrt nach Kastri verbringe ich in dieser schönen und sicheren Bucht eine ruhige Nacht und fahre tags darauf, am 22.5., zum Kap Sounion, wo ich die sehr nette „Fipsi-Chartercrew“ aus Wolfsberg (Kärnten) kennen lerne und gemeinsam mit ihnen dem Poseidon Tempel einen Besuch abstatte. Von Skipper Robert werde ich zu einem köstlichen Schweinsbraten mit Bratkartoffeln auf ihr Boot eingeladen, den Helmut – der Koch vom „Staudacher“ in Wolfsberg – am Abend aus der Bordküche hervorgezaubert hat...es war einfach köstlich ...nur leider schmeckte mir dann tagelang nichts anderes mehr...!

Infolge starkem Schwell verbringe ich eine schlechte Nacht in Sounion und beschließe daher am Morgen meinen Liegeplatz in eine kleine, nur knapp 4sm NE-wärts von Sounion entfernte tiefeinschneidenden Bucht zu verlegen, die mir tags zuvor bei der Ansteuerung v. Sounion aufgefallen war. Nachdem ich dort angekommen war, fahre ich mit dem Dingi an Land, marschiere 2,5km zur Hauptstrasse und habe Glück dort bald darauf einen Bus in die nahe gelegene Stadt Lavrion zu erwischen.

Nach längerem suchen finde ich eine Werkstätte mit einem geschickten Mechaniker, der die beiden Antriebsteile meiner Impellerpumpe (die ich am 16.5. auf See ausgebaut hatte) einer Schweißreparatur unterzieht. Ein in Aussicht gestelltes schönes Trinkgeld bewirkt auch die pünktliche Fertigstellung zur vereinbarten Uhrzeit. Ich kaufe noch frisches Gemüse ein, fahre wieder mit dem Bus bis zur Abzweigung zu „meiner Bucht“ ,marschiere wieder die 2,5km zum Dingi und verlege die KIRLEKING am nächsten Tag - nach einer traumhaft ruhigen Nacht wieder nach Sounion - um dem Poseidon Tempel (zwecks Filmaufnahmen) nochmals einen Besuch abzustatten.

Am 24.5.nachmittags fahre ich zur 20sm entfernten Insel Kythnos. Dort laufe ich wieder in die Bucht ein, in der ich das nette „Fischerlebnis“ (s.1.Teil meines Berichts) hatte. Ich besuche die Taverne „meiner Freunde“ aber sie war noch immer nicht geöffnet! Dimitri, der junge Besitzer empfängt mich aber sehr herzlich und lädt mich zu Ouzo und „Käsenudeln“ ein. Seine Freundin ist abwesend. Da er kaum englisch spricht, ist die Unterhaltung mühsam. Er lässt es sich jedoch nicht nehmen mir fürs Boot noch ein „Lunchpaket“ mitzugeben...!

Am nächsten Morgen kontrolliere ich die am 16.5. auf See eingebauten Antriebsteile der Pumpe und muss leider feststellen, dass der Verschleiß dieser „Reserveteile“ stark fortgeschritten ist. Ich beschließe daher möglichst auf Nummer sicher zu gehen, ersetze daher diese durch die „neu reparierten Teile“, fahre anschließend (27.5.) nochmals nach Sounion (diesmal bei ruhigem Wetter und ohne Schwell in der Bucht),setze mich sofort nach der Ankunft um 1200h in den Bus nach Lavrion und lasse auch diese Teile von „meinem Mechaniker“ schweißen. Ich erwische gerade noch den letzten Bus zurück nach Sounion und bin erleichtert nun wiederum über ein „frisch repariertes Reserveset“ zu verfügen, da ich ja noch eine weite Strecke bis zurück nach Korfu vor mir habe und auf meinem Weg im Süden der Peloponnes keinerlei Reparaturmöglichkeiten zu erwarten sind.

In Sounion bittet mich ein franz. „Weltumseglerehepaar“ die gerade aus der Türkei kommen um Einsichtnahme in meine Seekarte von Sounion nach Athen, da sie dorthin wollen und sie ausgerechnet diese Karte nicht besitzen. Ich mache ihnen einen Ausdruck einer „normalen Straßenkarte“ in die sie dann die Eintragungen der Seekarte vornehmen, die ich ihnen leihweise zur Verfügung stelle.

Nach diesen „Irrfahrten“ rund um das Kap Sounion u. Kythnos breche ich bei schönem Wetter aber nur wenig Wind am 28.5. zur weiten, sicheren und schönen Ankerbucht Koutala an der S-Seite der 55sm entfernten Insel Serifos auf. Auf Serifos werde ich meinen Bruder treffen, der ebenfalls einhand – auf einer SUPERMARAMU (16m) – von Italien in die Türkei unterwegs ist.

Liebe Grüsse
Erich Bichlbauer , S/Y KIRLEKING

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